{"id":725,"date":"2026-02-01T13:00:32","date_gmt":"2026-02-01T12:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/?page_id=725"},"modified":"2026-02-01T13:10:14","modified_gmt":"2026-02-01T12:10:14","slug":"28-jahre-zuechtung-auf-varroaresistenz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/28-jahre-zuechtung-auf-varroaresistenz\/","title":{"rendered":"28 years of breeding for varroa resistance"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Varroaresistenz \u2013 28 Jahre Selektion und Z\u00fcchtung<\/strong><strong>Auslese und Z\u00fcchtung auf Varroaresistenz<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Seit dem Jahr 1989 besch\u00e4ftige ich mich intensiv mit der Selektion und Z\u00fcchtung von Bienen, welche die Varroamilbe bereits als Feind erkannt haben, indem sie diese abfangen und t\u00f6ten. 1994 habe ich meine Erfahrungen dazu und ein Buch mit dem Titel \u201eVarroaresistent\u201c im Eigenverlag drucken lassen. Seither sind bereits einige Jahrzehnte vergangen, es erhebt sich daher die Frage: Hat sich in dieser Zeit durch Selektion und Z\u00fcchtung etwas messbar ver\u00e4ndert? Ja, es hat sich vieles ver\u00e4ndert. Die Varroamilbe ist gef\u00e4hrlicher f\u00fcr die Bienen geworden. Damals hatte ich meine Zuchtv\u00f6lker mit relativ gro\u00dfem Milbenbefall f\u00fcnf Jahre ohne jegliche Behandlung halten k\u00f6nnen. Das w\u00e4re heute nicht mehr m\u00f6glich. Die Bienen sind empfindlicher geworden, sie ertragen nur mehr geringere Befallszahlen ohne Schaden zu nehmen. Dem gegen\u00fcber ist aber meine Z\u00fcchtung aggressiver gegen die Varroamilbe geworden. Die Bienen t\u00f6ten mehr Milben denn je zuvor. Der durchschnittliche Messwert VKF (Varroa Killer Faktor beschreibt das Verh\u00e4ltnis der get\u00f6teten Milben zum Gesamtmilbenabfall) ist von 27 % auf \u00fcber 95 % in 28 Jahren gestiegen. Die Frage ist nun: Wie wirkt sich dieser hohe Messwert von \u00fcber 95 % VKF auf den tats\u00e4chlichen Varroabefall solcher V\u00f6lker aus? Um das zu hinterfragen, habe ich bei meinen Zuchtv\u00f6lkern am 31. 7. 2017 den \u0158 t\u00e4glichen Milbenabfall ermittelt. Am 1. 8. 2017 begann ich diese V\u00f6lker zu entmilben. Methode: Sto\u00dfbehandlung mit AS (Ameisens\u00e4ure). Der dadurch entstandene Milbenabfall wurde in den folgenden 12 Tagen gez\u00e4hlt. Um den Wirkungsgrad dieser Entmilbung zu \u00fcberpr\u00fcfen, entschloss ich mich eine Kontrollbehandlung anzuschlie\u00dfen. Die letzte Entmilbung dieser Zuchtv\u00f6lker war Ende August 2016. Von Anfang September 2016 bis 1. August 2017 wurde keine Entmilbungsma\u00dfnahme vorgenommen, weder eine Oxals\u00e4urebehandlung noch eine Drohnen-brutentnahme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die erhobenen Messwerte der Zuchtv\u00f6lker 2017:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"385\" height=\"293\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-729\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-5.png 385w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-5-300x228.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Messbare und erkennbare Varroaresistenz!<br>Der t\u00e4gliche Varroaabfall vor der Entmilbung im Verh\u00e4ltnis zum tats\u00e4chlichen Varroaabfall nach der Entmilbung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diskussion:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein durchschnittlicher Milbenabfall mit 41,6 Milben pro Volk und Tag der 10 Pr\u00fcfv\u00f6lker ergibt nach der herk\u00f6mmlichen Hochrechnung gesch\u00e4tzt (t\u00e4glicher Milbenabfall x 100-300) einen \u0158 Gesamtbefall pro Volk von ca. 10.000 Milben pro Volk. Der tats\u00e4chliche Befall meiner Zuchtv\u00f6lker betr\u00e4gt aber nur \u0158 pro Volk 1187 Varroamilben. Noch eindrucksvoller sind die f\u00fcnf besten Messwerte der V\u00f6lker dieser Gruppe: \u0158 t\u00e4glicher Milbenfall vor der Entmilbung 19,8 Milben pro Volk und Tag, tats\u00e4chlich erhobener Gesamtabfall pro Volk 536 Milben. Wie ist dieser gro\u00dfe Unterschied erkl\u00e4rbar? Bei dem t\u00e4glichen nat\u00fcrlichen Milbenabfall sind bei meinen Zuchtv\u00f6lkern auch jene Milben dabei, welche von den Bienen selbst get\u00f6tet wurden. Laut Tabelle der 10 V\u00f6lker \u0158 t\u00e4glich 41,6 Milben pro Volk und Tag. Der \u0158 erhobene VKF von 95% im Milbenabfall weist nach, dass die Bienen dieser V\u00f6lker t\u00e4glich viele Varroamilben t\u00f6ten, was sich letztlich in einem gehemmten Befallsanstieg \u00fcber das ganze Jahr auswirkt. Eine f\u00fcr mich interessante Beobachtung: Bei den unz\u00e4hligen Untersuchungen von Milben, welche von den Bienen get\u00f6tet wurden, machte ich eine beeindruckende Beobachtung: Vermehrt fand ich get\u00f6tete Varroamilben, bei denen nur ein oder beide F\u00fchler an der Spitze abgetrennt waren. Bei gleichem Varroakillerfaktor war in solchen V\u00f6lkern die Zahl der get\u00f6teten Milben doppelt so hoch, wie in V\u00f6lkern welche nur die Beine abtrennten. Meiner Ansicht nach haben die Bienen haben dazugelernt, dass es einfacher ist, nur die F\u00fchler der Milben abzutrennen, denn diese befinden sich st\u00e4ndig ungesch\u00fctzt vor dem Milbenpanzer. Es zeigt sich daher bei dieser Beobachtung sehr genau, dass manche V\u00f6lker dazugelernt haben, sich besser gegen den Feind \u201eVarroa\u201c zu wehren als andere. Um diese nat\u00fcrliche Varroaabwehr erkennen und messen zu k\u00f6nnen, bedarf es mindestens eines Zeitraumes von 10-11 Monaten ohne jegliche Behandlung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Summary:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>28 Jahre Selektion und Z\u00fcchtung auf das Merkmal Varroakillerfaktor haben den t\u00e4glichen MilbenABFALL zum tats\u00e4chlichen VarroaBEFALL ver\u00e4ndert. Die Varroaresistenz meiner Zuchtv\u00f6lker hat sich im Laufe der Jahre st\u00e4ndig und nachhaltig verbessert. Der Varroa-Befallsanstieg in den Zuchtv\u00f6lkern ist durch das st\u00e4ndige T\u00f6ten der Milben durch die Bienen nachhaltig gehemmt. Diese Varroaresistenz erm\u00f6glicht eine weitere reduzierte Bek\u00e4mpfung der Varroamilbe. Die Begutachtung der Messwerte mehrerer Zuchtv\u00f6lker zeigt die M\u00f6glichkeit einer weiteren Verbesserung der Varroaresistenz auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"569\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-730\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-6.png 840w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-6-300x203.png 300w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-6-768x520.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\"><em>Ein Beispiel meines Zuchtvolkes: Eine sehr gute Honigleistung und Sanftm\u00fctigkeit sind Voraussetzung f\u00fcr eine Auslese auf Varroaresistenz!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der VARROARESISTENZINDEX (VRI)<\/strong><br>Mein neuer Messwert f\u00fcr die Beurteilung der Varroaresistenz meines Carnica Zuchtstammes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erhobenen Messwerte meiner Zuchtv\u00f6lker in der Tabelle sind f\u00fcr mich sehr aussagekr\u00e4ftig. Wer sich aber mit der Materia Varroaresistenz der Bienenv\u00f6lker nicht so intensiv besch\u00e4ftigt, f\u00fcr denjenigen sind diese Zahlenwerte in der Beurteilung auf den ersten Blick eher verwirrend. Es fehlt ein gemeinsamer Nenner zu deren einfachen Beurteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Problem: Bei meiner Selektion und Z\u00fcchtung auf Varroaresistenz stand seit mehr als zwei Jahrzehnten die Beurteilung \u00fcber das T\u00f6ten von Varroamilben durch die Bienen im Vordergrund. Der Messwert f\u00fcr diese Selektion ist nach wie vor der VKF. Dieser Messwert betr\u00e4gt bei meinen V\u00f6lkern seit vielen Jahren durchschnittlich \u00fcber 95%. Die Beibehaltung der Kontrolle dieses Messwertes ist mir nach wie vor sehr wichtig. Da sich dieser Messwert der 100% Marke schon sehr n\u00e4hert, ist in dieser Hinsicht eine weitere Selektion nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Suche nach einem neuen Messwert f\u00fcr die weitere Selektion auf Varroaresistenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sollte ein Messwert sein, mit dem ich alle bekannten und m\u00f6glicherweise noch unbekannten Resistenzeigenschaften gemeinsam erfassen, messen und anschlie\u00dfend unkompliziert beurteilen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis meiner jahrelangen Suche: Der Messwert VARROARESISTENZINDEX (VRI)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundlage f\u00fcr diesen neuen Resistenzwert bildet die Varroaresistenzpr\u00fcfung. Die Durchf\u00fchrung dieser Pr\u00fcfung habe ich im ersten Abschnitt genau beschrieben.<br>Das Ergebnis dieser Pr\u00fcfung sind bei jedem Volk zwei Messwerte. Zum Ersten der durchschnittliche t\u00e4gliche Milbenabfall vor der Entmilbung. Zum Zweiten der Gesamtmilbenabfall nach der Entmilbung. Diese beiden Messwerte unterziehe ich einer Division. Das Ergebnis dieser Division ist mein neuer Messwert VARROARESISTENZINDEX (VRI).<\/p>\n\n\n\n<p>Nachfolgend in der Tabelle die einzelnen Divisionen. In der ganz rechten Spalte die errechneten Einzelwerte des neuen Messwertes VRI. Alle Resistenzwerte zusammengez\u00e4hlt und dividiert durch zehn &#8211; also der Anzahl der gepr\u00fcften V\u00f6lker &#8211; ergibt den durchschnittlichen VRI von 30,50. Mit einer Schwankungsbreite von 7,50 bis 65,83 VRI.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"770\" height=\"336\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-731\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-7.png 770w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-7-300x131.png 300w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-7-768x335.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\"><em>Tabelle 1: Messwerte Ende Juli 2017<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Beurteilung der Messwerte VRI.<\/strong><br>Je niedriger der Messwert VRI desto besser meine Beurteilung. Ein niedriger Messwert, also VRI unter 20 bedeutet weniger Varroamilben im Volk als ein Messwert VRI \u00fcber 50. Ein Messwert VRI von \u00fcber 100 bedeutet, keine nennenswerte Varroaresistenz erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Gruppensieger dieser Varroaresistenzpr\u00fcfung ist das Volk Nr. 4 in der Tabelle.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Volk Nr. 4 kann den besten Messwert VRI von 7,50 nachweisen. Das hei\u00dft: durchschnittlicher t\u00e4glicher Milbenabfall 16 Milben vor der Entmilbung, stehen dem Messwert von 120 Milbenabfall durch die Entmilbung gegen\u00fcber. Die Division dieser beiden Messwerte ergibt den Spitzenmesswert von 7,50 VRI. Der durchschnittliche VRI aller zehn Pr\u00fcfv\u00f6lker betr\u00e4gt 30,50. Mit einer Bandbreite von 7,50 bis 65,83 Messwert VRI. An diesem Messwert aus dem Zuchtjahr 2017 werde ich in den kommenden Jahren den erwarteten Zuchtfortschritt in der Varroaresistenz meiner Zuchtv\u00f6lker beurteilen. Dieser errechnete Indexwert hat aber noch eine andere wichtige Bedeutung. Denn dieser Messwert ist zugleich der ungef\u00e4hr tats\u00e4chliche Umrechnungsfaktor f\u00fcr die Absch\u00e4tzung des Varroabefalls einzelner Zuchtv\u00f6lker ohne Entmilbung. Ein Beispiel: Der durchschnittliche Tagesmilbenabfall x 30,50 VRI ergibt den gesch\u00e4tzten Varroabefall ohne Entmilbung, bei meinem Zuchtstamm.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der gro\u00dfe Unterschied:<\/strong> Bei V\u00f6lkern ohne Varroaresistenz betr\u00e4gt der Umrechnungsfaktor 100 bis 300 f\u00fcr den gesch\u00e4tzten Gesamtbefall.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mein vorl\u00e4ufiges Zuchtziel:<\/strong> Ein durchschnittlicher VRI der Zuchtv\u00f6lker unter dem Messwert 20. Aus meiner heutigen Ansicht ist f\u00fcr behandlungsfreie V\u00f6lker \u00fcber einige Jahre hinweg ein VRI unter 10 Voraussetzung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Vererbungstest aus dem Zuchtjahr 2017, mit meinem Lieblingszuchtvolk Nr. 9.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Zuchtvolk Nr. 9 in der Tabelle kann \u00fcber viele Jahre eine \u00fcber den Durchschnitt liegende Honigleistung nachweisen. Die Bienen dieses Zuchtvolkes sind extrem sanftm\u00fctig. Der VKF (Varroakillerfaktor) liegt \u00fcber 95%. Der neu geschaffene Messwert VRI betr\u00e4gt laut Tabelle 35,45, also ein etwas schlechterer Messwert als der Durchschnitt aller Pr\u00fcfv\u00f6lker mit dem Messwert VRI von 30,50. Von diesem Zuchtvolk habe ich Anfang Mai 2017 zehn begattete K\u00f6niginnen in zehn Gro\u00dfableger mit 12 Brutwaben eingeweiselt. Diese Ableger wurden keiner Entmilbung unterzogen! Ende Juli 2017 habe ich bei diesen zehn V\u00f6lkern die Varroaresistenzpr\u00fcfung in der bereits beschriebenen Form vorgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Ergebnis dieser Resistenzpr\u00fcfung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der VRI aller zehn V\u00f6lker weist einen durchschnittlichen Messwert von 34,15 nach. Also um ca. 1 Prozentpunkt besser als das Muttervolk mit dem Index von 35,45.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammengefasst die Gruppenmesswerte: Drei V\u00f6lker dieser Gruppe hatten den Messwert VRI von 14,1 bzw. 18,8 und 20. Das ergibt den hervorragenden durchschnittlichen Resistenzwert von 17,4. Vier V\u00f6lker dieser Gruppe hatten einen durchschnittlichen Index von 32,9. Drei V\u00f6lker hatten aber einen schlechteren VRI Messwert als das Muttervolk. Der Messwert dieser drei V\u00f6lker betr\u00e4gt durchschnittlich 51,8. Nicht einbezogen in diesen Vererbungstest sind die Honigleistung und die Beurteilung der Sanftmut. Diese Eigenschaften werden erst heuer 2018 bewertet. Erst dann entscheide ich welche V\u00f6lker f\u00fcr die weitere Z\u00fcchtung verwendet werden. Mein neuer Messwert VRI hat somit die Bew\u00e4hrungsprobe mit der Pr\u00fcfung der Nachkommen von meinem Lieblingszuchtvolk Nr. 9 auf die Eigenschaft Varroaresistenz bestanden. Eine weitere Selektion und Steigerung der Varroaresistenz meines Zuchtstammes ist somit m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Varroare resistance, the readings of my breeding people for the breeding year 2020<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>The bee year 2018<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>In diesem Zuchtjahr habe ich \u00fcber 100 Ableger gebildet. Die Zuchtv\u00f6lker stammten von 2 Linien, diese haben alle einen <strong>Varroaresistenzindex VRI*<\/strong> von h\u00f6chstens 25 Punkten.<br><br><em>*Der <strong>VRI<\/strong> ist die Verh\u00e4ltniszahl vom t\u00e4glichen Milbenabfall vor der Entmilbung zur tats\u00e4chlichen Entmilbungszahl nach der Entmilbung. Je niedriger der VRI Index, umso besser ist die Varroaresistenz. Mehr dazu am Ende des Artikels.<\/em><br><br>These peoples were last on the 12th. September 2018 demilled with formic acid and winterized to 2 units (Freudenstein Mass). 10 months, from 12. September 2018 until the end of July 2019, no demiling was carried out and no drone brood was taken.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>The selection of these peoples in the bee year 2019<\/strong><br><br>In the context of selection, the following peoples were excluded:<br><br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples with late honey room release<br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples who were restless or almost aggressive<br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples who have raved<br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples who only reached the average in honey yield<br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples who weakened slightly at the end of July<br>&nbsp;&nbsp;\u2713 Peoples who achieved an index of over 32 points in the VRI exam.<br><br>In the last week of July 2019 I have the Varroaindex test with approx. 50 peoples carried out. For this purpose, these selection peoples were brought home by the outstandings, since here the daily mite counts were easier to carry out in time. 10 selection peoples were shortlisted.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>The Varroare Resistance Test at the end of July 2019 \u2013 The results:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"488\" height=\"200\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-732\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-8.png 488w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-8-300x123.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\"><em>Tabelle 2: Messwerte Ende Juli 2019<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>The evaluation of the measured values<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The \u00d8 VRI index of all peoples of this group is \u00d8 23.8 points. In comparison, the \u00d8 2017 ethnic group had a \u00d8 VRI of 30.50 points. The lower the VRI index, the better the varroare resistance. This improved resistance by 6.7 points (23.8 in 2019 versus 30.50 in 2017) impacts the varroa mitigation number. Compared to the groups of 2017, the demilting number fell from \u00d8 1187 mites to \u00d8 719.2 mites. The daily mite waste before de-milling has also decreased from \u00d8 41.6 mites to \u00d8 29.50 mites.<\/p>\n\n\n\n<p>The further selection<\/p>\n\n\n\n<p>However, I would like to further select these 10 selection peoples on 5 peoples. On the table I have already ranked the 5 peoples with the best index values of 1-5. These peoples are my breeding peoples next year (2020). These 5 peoples I am subjecting to a \u00d8 calculation. The result of the \u00d8 reading of the breeding peoples is:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2713 \u00d8 VRI Index: 20,50 Punkte<br>\u2713 \u00d8 Entmilbungsabfall nach 10 Monaten: 516 Milben<br>\u2713 \u00d8 t\u00e4glicher Milbenabfall vor der Entmilbung 25,4 Milben<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Evaluation of the measured values of the 5 breeding peoples<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The VRI compared to the overall group of 2019 has improved from \u00d8 23.80 points to \u00d8 20.50 points. This improved index is having an effect. The demiling number has decreased from \u00d8 719.2 mites to \u00d8 516 mites. \u00d8 daily mite waste before demitiling has also decreased from \u00d8 29.5 mites per day to 25.4 mites.<\/p>\n\n\n\n<p>Der VARROAINDEX ist die Verh\u00e4ltniszahl vom t\u00e4glichen Milbenabfall vor der Entmilbung zur tats\u00e4chlichen Entmilbungszahl nach der Entmilbung. Mit dieser Indexzahl kann ich selbst eine geringe Verbesserung der Varroaresistenz feststellen. Der Vergleich mit der Gruppe der Selektionsv\u00f6lker von 2017 zeigt einen sehr gro\u00dfen Z\u00fcchtungsfortschritt der Nachzucht auf. In diesem Jahr, also 2019, habe ich etwa die gleiche Anzahl Ableger gebildet wie 2018. Diese werden wie besprochen 2020 selektiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Killed varroa mites from the bees of my breeding:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"395\" height=\"249\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-733\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-9.png 395w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-9-300x189.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\"><em>Varroa mite with bitten off legs.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"390\" height=\"217\" src=\"https:\/\/temp.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-734\" srcset=\"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-10.png 390w, https:\/\/www.voralpenhonig.at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/image-10-300x167.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\"><em>Photo: Both legs of the mite are severed. In a short time, the death of the mite occurs.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>The analysis of my new measured value Varroa Resistance Index<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The daily mite waste before de-milling consists of mites that died of old age and those mites that were killed by the bees. This is recognizable by injuries to the mites, usually severed legs. The ratio of these two components is my measured value Varroakiller factor. If the VKF is 95% or more, this means that most mites in daily mite waste were killed by the bees before demiling. This in turn contributes to an inhibited varroa reproduction in the 10-month observation period. This resistance property works all year round, even in winter, when there is no brood. The other known resistance factors only work with existing brood. e.g.: The opening of infested brood cells, or the infertility of some varroas, these factors I have already found in my first selection peoples in 1990 and described in my two books \u201cBeekeeping today\u201d (1990) and in the book \u201cVARROAESISTENT\u201d and documented with photos. Another important resistance factor is the low attractiveness of the brood for the reproduction for the mites. This property is recognizable in demiling, most mites fall off already in the first days. All resistance factors together result in inhibited varroa reproduction over the observation period of 10 months. But again, a low demitting number does not necessarily predict good varroare resistance, a low demilbing number also arises when the people have swarmed or an optimal demiling has been performed.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Summary:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die tats\u00e4chliche Entmilbungszahl dividiert durch den \u00d8 t\u00e4glichen Milbenabfall vor der Entmilbung ergibt den Messwert Varroaresistenzindex (VRI). Je h\u00f6her die Varroaresistenz eines Volkes, umso niedriger der VR Index. Zum Beispiel meine 5 Zuchtv\u00f6lker weisen wie aufgezeigt einen durchschnittlichen VRI von 20,45 Punkten nach, dass bedeutet eine sehr gute Varroaresistenz. Ein Bienenvolk mit einem VRI Messwert von 100 oder mehr hat gar keine nat\u00fcrliche Varroaabwehr. Der gro\u00dfe Vorteil dieser Resistenzberechnung besteht auch darin, dass die Pr\u00fcfv\u00f6lker keiner unn\u00f6tigen Belastung durch die Varroamilben ausgesetzt sind.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Varroaresistenz \u2013 28 Jahre Selektion und Z\u00fcchtungAuslese und Z\u00fcchtung auf Varroaresistenz Seit dem Jahr 1989 besch\u00e4ftige ich mich intensiv mit der Selektion und Z\u00fcchtung von Bienen, welche die Varroamilbe bereits als Feind erkannt haben, indem sie diese abfangen und t\u00f6ten. 1994 habe ich meine Erfahrungen dazu und ein Buch mit dem Titel \u201eVarroaresistent\u201c im Eigenverlag [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":70,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"class_list":["post-725","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=725"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":735,"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725\/revisions\/735"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.voralpenhonig.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}